Ernst Mögel
Natur als Revolution.
Hölderlins Empedokles-Tragödie,

Stuttgart, Weimar : Metzler 1994*.

Inhaltsverzeichnis*.

Vorwort XI*.
Siglen und Abkürzungen XIII*.

Erster Teil*.
LEKTÜRE DER EMPEDOKLES-AUFSÄTZE*.

I. Kapitel*.
» Grund zum Empedokles«*.
A. Das Trauerspiel als Bild*.
der »tiefsten Innigkeit« (»Allgemeiner Grund«) 3*.
I. Der Bezug zur Empedokles-Tragödie 3.- II. Die »tiefste Innigkeit« 4*.
III. Die Notwendigkeit einer Verhüllung der tiefsten Innigkeit 8*.

B. Die Deutung des Empedokles-Stoffs*.
im Hauptteil des »Grund zum Empedokles«*.
I. »Natur und Kunst« 13*.
1. Die Begriffspaare »Natur«/»Kunst« und »organisch« / »aorgisch« 13*.
2. Das Verhältnis von Natur und Kunst im »reinen Leben« 17*.
3. Der Verlust des »reinen Lebens« als Ermöglichung einer tieferen Harmonie 18*.

II. Der tragische Einzelne und die*.
» großen Bewegungen des Schicksals« 21*.
1. Der geschichtliche Ort des tragischen Einzelnen 21.- 2. Die Versöhnung des Organischen und des Aorgischen 24.- 3. Erläuterung im Hinblick auf die Empedokles-Gestalt 26.- 4. Die Auflösung des »vereinenden Moments« 32.5. Resumé und Erörterung einiger Fragen 40.- 6. Die innere Einheit des »Grund zum Empedokles« 49.- (S.54-57: Abbildungen)*.

II. Kapitel*.
» Das untergehende Vaterland«*.
A. Die Frage nach dem Thema des Aufsatzes*.
(der Bezug zum Empedokles-Drama) 58*.
I. Bemerkungen zur Forschungsgeschichte*.
1. Die gegenwärtige Forschungssituation 59*.
2. Einzelfragen 61*.
a. Die Problematik der Perioden-Skizze 61.- b. Idealische Erinnerung als konstitutives Moment geschichtlicher Übergänge? 61.- c. Die dichterische Realisation der Erinnerung 63.- (1) »Idealische Auflösung« als allgemeine geschichtliche Funktion tragischer Dichtung? 63.- (2) Idealische Erinnerung - eine Funktionsbestimmung der Empedokles-Tragödie? 64.- (3) Die Konzeption der idealischen Erinnerung - eine vorwegnehmende Deutung der »vaterländischen Gesänge«? 65*.

II. Der Bezug zum Empedokles-Drama 67*.
1. Der Bezug zum Plan zur Fortsetzung der dritten Fassung und zum Chor-Fragment 67.- 2. Die Perioden-Skizze 69*.

B. Gedankengang und Problemstellung im einzelnen*.
I. Der Eingangsabschnitt 74*.
1. Das Stichwort »Das untergehende Vaterland« 74*.
2. Der »Untergang oder Übergang« als Darstellung der »Welt aller Welten« 77*.
3. Das dramaturgische Problem 83*.

II. Die Abschnitte 2-6 85*.
1. Das Problem der Fühlbarwerdung des Übergangs 85*.
2. Das »durchaus Originelle« der tragischen Sprache 87*.
3. Das Darstellungsprinzip der idealischen Erinnerung 89*.
4. Das Verhältnis der »idealischen Auflösung« zur Auflösung im ganzen 91*.
5. Empedokles als Subjekt der »idealischen Erinnerung« 93*.

III. Zu Abschnitt 7-9 98*.
1. Der Unterschied von idealischer und »sogenannt wirklicher« Auflösung 98*.
2. Der »mythische Zustand« 106*.

IV. Die Abschnitte 10 und 11 (die Perioden-Skizze) 112*.

C. Die Bedeutung des Empedokles-Dramas*.
im Licht des Aufsatzes »Das untergehende Vaterland« 114*.
I. Das Empedokles-Drama als Paradigma von Geschichte 114*.
II. »Die Welt aller Welten, das Alles in Allen« 116*.
II. Die Aufhebung der Dichotomie von Natur und Geschichte 119*.

Zweiter Teil*.
PERSPEKTIVEN ZUR EMPEDOKLES-TRAGÖDIE*.

I. Kapitel*.
Die religiöse Dimension der »tiefsten Innigkeit«*.
A. Der Stirb- und Werdezusammenhang 125*.
I. Das Sachproblem 125.- II. Nähe und Abstand zur christlichen Tradition 126.-III. Der mythische Charakter des Unsterblichkeitsgedankens 127.- IV. Abstrakte Interpretamente des Stirb- und Werdezusammenhangs 129.- V. Wahrheit und Grenze des Hölderlinschen Unsterblichkeitsgedankens 130*.

B. Einigkeit mit allem, was lebt 133*.
I. Das Verhältnis zum Schöpfungsgedanken der christlichen Tradition 133*.
II. »Saturn und Jupiter« - Hölderlin und die altgriechische Tradition 136*.
III. Hölderlins Abstand vom Idealismus. Überlegungen zum Hybris-Motiv 139*.

II. Kapitel*.
Naturerfahrung und Freiheit. Hölderlin Kritik an den Deutschen*.
A. Das Problem des »Ehernbürgerlichen« 146*.
I. Der Tod des Empedokles als Freiheitssymbol 146.- II. Die Tragweite von Hölderlins Kritik an den Deutschen 147 (1. Die europäische Dimension 147. - 2. Der Zusammenhang von Protestantismus und Frühkapitalismus nach Max Weber 149).- III. Das Ehernbürgerliche als Symptom einer Entfremdung von Natur und Kunst 152*.

B. Probleme und Perspektiven 156*.
I. Der Kontrast zur Tradition der christlichen Ethik 156*.
II. Hölderlins Naturerfahrung - das Resultat einer Projektion? 158*.
III. »Ihr Joch ist ihre Welt geworden« 162*.

III. Kapitel*.
Natur und Revolution*.

A. Hölderlins Verhältnis zur Französischen Revolution 165*.
I. Die erste Fassung: Verklärung der Revolution 165.- II. Die Revolutionskritik der dritten Fassung 166.- III. Die Hoffnung auf das »deutsche Herz« 168*.

B. Die Französische Revolution und die Problematik »Natur und Kunst« 169*.
I. Revolution als Erwachen der Natur 169.- II. Das Titanische 172*.
III. Die Spannweite von Hölderlins Naturbegriff 176*.

IV. Kapitel*.
» Exzentrische Bahn«*.

A. Vorbemerkungen 180*.

B. Aspekte des Entfremdungsproblems*.
I. Der Grundgedanke 183*.
II. Der Gedanke der zweifachen Fühlbarkeit 185*.
1. Erläuterung anhand des Aufsatzes »Über die Verfahrungsweise...« 185*.
2. Der Gedanke der zweifachen Fühlbarkeit als Theorem von Modernität 189*.

C. Hellas und Hesperien 191*.
I. Die Perspektive des »Grund zum Empedokles« 192*.
1. Das antike Griechentum als Inbegriff »reinen Lebens« 192.- 2. Das Göttliche »in der Mitte« von Natur und »Kunst« - eine Wesensbestimmung des griechischen Polytheismus 194.- 3. »Übermass der Innigkeit« und »freigeisterische Kühnheit« als Kennzeichen des antiken Griechentums 196.- 4. Die Ambivalenz des Griechentums und der Untergang des »glücklichen Altertums« 200*.

II. Die Frage »Antike und Christentum«*.
vor dem Hintergrund von Hölderlins Hymnendichtung 202*.
1. Die christliche Ara als Zeit eines Mangels an Göttlichem 203.- 2. Christus als Sohn des »Allebendigen« 204.- 3. Die Idee einer Versöhnung von Antike und Christentum 207.- 4. Versöhnung von Antike und Christentum als Ende des »christlichen Abendlandes« 209.- 5. Die Bedeutung der christlichen Ära i. S. des Modells der exzentrischen Bahn 211*.

V. Kapitel*.
Natur und Geschichte*.

A. Die Geschichte und die »Welt aller Welten« 214*.
I. Die Unendlichkeit der Geschichte 215*.
II. Die Revolutionsstruktur der Geschichte 216*.
III. Natur als Neugeburt 219*.
1. »O gebt euch der Natur...!« 219.- 2. Die ethnologische Perspektive - »Saturnusfest« 221*.
IV. Das Sein der »Welt aller Welten«*.
als der Gesichtspunkt, »aus dem alles angesehen werden muß«. 226*.
1. Der poetologische Aspekt 227*.
2. Die geschichtsphilosophische Dimension 227*.
3. Geistesgeschichtliche Perspektiven 229*.
a. Das Sein der »Welt aller Welten« und die neuzeitliche Entdeckung der Geschichte 229.- b. Das Sein der »Welt aller Welten« und das Revolutionsproblem 232*.

B. Geschichte und »Leben überhaupt« 233*.
I. Die Rhythmik des »Lebens« in der Geschichte 234.- II. Das Theodizeeproblem im Horizont der Erfahrung von »Leben überhaupt« 239.- III. Das »ewiglebende Feuer« 241*.

Exkurse 243*.
I. » aorgisch« = »zornlos«? 243.- II. Die Begriffspaare »organisch« / »aorgisch« und »ideal« / »real« 245.- III. Eine Ergänzung zum Text der Stuttgarter Ausgabe 247.- IV. Der Grundsatz »aus nichts wird nichts« 249*.
Literaturverzeichnis 251*.
Register 264*.
Abbildungen 54-57*.
» Der Tod des Empedokles«, Entwurf zur Fortsetzung der 3. Fassung (mit dem Beginn des Aufsatzes »Das untergehende Vaterland«). Faksimile und Typoskript*.